Wie kann ein Diabetisches Fußsyndrom entstehen?

Schritt für Schritt tragen uns die Füße täglich von Ort zu Ort – und meist werden sie erst dann beachtet, wenn sie Beschwerden verursachen. Dabei lohnt es sich, vorzubeugen und rechtzeitig mit der passenden Pflege etwas dafür zu tun, dass die Füße gesund bleiben. Das gilt besonders für Menschen mit Diabetes, die häufig unter einer Nervenschädigung – der so genannten diabetischen Neuropathie – leiden. Diese hat nicht nur Fehlstellungen, Fehlbelastungen und Missempfindungen wie Kribbeln und Schmerzen zur Folge, hinzukommt, dass Verletzungen oft gar nicht mehr bemerkt werden, weil die Füße nicht mehr so empfindsam sind.

 

Gymnastik für den Alltag

Regelmäßige Gymnastik kann dazu beitragen, die Füße fit zu halten. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Muskulatur gekräftigt. Man steht sicherer und unternimmt zugleich etwas gegen Fehlbelastungen. „Geeignete Übungen können ohne viel Aufwand in den Alltag aufgenommen werden“, sagt Diabetesberaterin Vesela Topic aus Frankfurt am Main.  Sie empfiehlt beispielsweise, abends auf der Couch beim Fernsehen abwechselnd ein Bein nach vorne auszustrecken und den entsprechenden Fuß zu dehnen, indem man ihn ebenfalls für einige Sekunden möglichst weit nach vorne streckt. Ein Sieben-Punkte-Programm mit Tipps zur richtigen Pflege der Füße und ein Video mit neun hilfreichen Fußgymnastik-Übungen findet man unter rgz24.de/Fussschmerzen. (djd).

 

Wirkstoff kann bei Nervenschädigung helfen

Diabetiker, die bereits unter Neuropathie leiden, können etwas gegen das Voranschreiten der Nervenschädigung und die unangenehmen Symptome tun. In der Behandlung der Nervenschädigung hat sich der Wirkstoff Benfotiamin als hilfreich erwiesen. Enthalten ist er beispielsweise in milgamma protekt, rezeptfrei erhältlich in der Apotheke.  Diese gut verträgliche Vorstufe des Vitamins B1 kann Neuropathie-Symptome in den Füßen lindern und die Nerven schützen. Besonders wichtig ist eine möglichst gute Blutzuckereinstellung. Außerdem sollte man sich gesund ernähren, auf Nikotin verzichten sowie wenig Alkohol trinken. So werden nerven- und gefäßschädigende Faktoren reduziert. (djd).

 

 

Füße im Blick

(djd). Wunden und Druckstellen an den Füßen verursachen keine Schmerzen und werden im wahrsten Sinne „übergangen“: Diese Gefahr besteht, wenn die Nerven in Folge eines Diabetes geschädigt sind. So kann ein Diabetisches Fußsyndrom entstehen.  Menschen mit Diabetes sollten daher regelmäßig ihre Füße von einem Arzt untersuchen lassen. Darüber hinaus sollte man selbst die Füße im Blick haben und alle Auffälligkeiten ernst nehmen. Ein Empfindungs-Check wird beispielsweise auf der Homepage milgamma.de angeboten. Wichtig sind zudem die richtigen Schuhe, sie sollten nicht drücken.

 

 

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