Windpocken – Mediziner raten zu einer frühen Schutzimpfung, um Komplikationen zu vermeiden

Stoffwechselkur Paket Österreich bestellenWindpocken sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern vorkommt. Nicht selten wird die Krankheit verharmlost, obwohl auch hier schwere Verläufe auftreten, etwa Mittelohr- oder Lungenentzündungen sowie neurologische Komplikationen wie Entzündung des Gehirns. Im späteren Alter können dieselben Windpocken-Viren, die im Rückenmark überdauern, sogar eine schmerzhafte Gürtelrose auslösen.

 

Symptome und Krankheitsverlauf

„Die Inkubationszeit der Windpocken, auch Varizellen genannt, beträgt etwa acht bis 28 Tage. Wichtig zu wissen ist, dass eine Ansteckungsgefahr bereits zwei Tage vor Ausbruch der Erkrankung besteht“, erklärt Kinderarzt Dr. med. Stephan von Landwüst. Charakteristisch für die Krankheit sei ein rötlicher, stark juckender Hautausschlag, der sich auf den ganzen Körper verteile.  Die roten Bläschen seien mit einer hoch ansteckenden Flüssigkeit gefüllt – meist werde der Hautausschlag zusätzlich von Fieber, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen begleitet.

 

Schutz vor Windpocken durch Impfung

„Windpocken sind äußerst ansteckend. Hauptsächlich werden sie durch Tröpfcheninfektion, also beim Atmen, Niesen oder Husten, übertragen. Es reicht bereits aus, sich mit einer infizierten Person in einem Raum aufzuhalten“, warnt von Landwüst. Über den Luftweg könnten die Viren mehrere Meter zurücklegen. Ein weiterer Übertragungsweg sei die Schmierinfektion durch den virushaltigen Bläscheninhalt. „Durch das Aufkratzen werden die Viren über die Hände, aber auch über verunreinigte Gegenstände wie Türklinken weitergegeben. Mit einer frühen Impfung, die seit 2004 von der Ständigen Impfkommission für alle Kinder empfohlen wird, kann man sich vor einer Erkrankung schützen“, so von Landwüst. Die erste Dosis der Impfung werde in der Regel ab dem vollendeten elften Lebensmonat durchgeführt. Die zweite Dosis sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Weiter rät der Mediziner: „Auch Jugendliche und Frauen mit Kinderwunsch sollten sich impfen lassen, wenn sie die Krankheit noch nicht durchgemacht haben.“ (djd).

 

 

Was tun bei Ansteckung?

(djd). 2015 erkrankten in Deutschland über 23.000 Menschen an den Windpocken – und das trotz Impfempfehlung. Bei Verdacht auf eine Windpockenerkrankung wendet man sich am besten telefonisch an seinen Kinderarzt.  Dieser gibt weitere Anweisungen, damit es im Wartezimmer nicht zu einer Ansteckung Anderer kommt – denn der Kontakt mit Personen, die noch keine Windpocken hatten oder nicht geimpft sind, sollte vermieden werden. Ratsam ist, das Aufkratzen der juckenden Bläschen zu unterlassen, da sie sich sonst bakteriell infizieren können und es häufig zur Narbenbildung kommt.

 

 

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